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| Donnerstag, 23. Februar 2012 | |||
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![]() Georgius Agricola Zu den bedeutendsten Persönlichkeiten in der Geschichte der Stadt Chemnitz, gehört Georgius Agricola. * 24. März 1494 in Glauchau; † 21. November 1555 in Chemnitz, mit bürgerlichem Namen Georg Pawer bzw. Bauer (sein Professor in Leipzig Petrus Mosellanus riet ihm, seinen Namen zu latinisieren), war ein deutscher Wissenschaftler, Humanist und Arzt, und wird auch als Vater der Mineralogie bezeichnet. 1531 wurde er Stadtarzt in Chemnitz, dort hatte er viermal das Bürgermeisteramt inne (1546, 1547, 1551 und 1553). Zudem war er im Staatsdienst als sächsischer Hofhistoriograph beschäftigt. Als Universalgelehrter forschte Agricola im Bereich der Medizin, Pharmazie, Alchemie, Philologie und Pädagogik, Politik und Geschichte, Metrologie, Geowissenschaften und Bergbau. Agricola verband humanistische Gelehrsamkeit mit technischen Kenntnissen. Internetseite Agricola-Forschungszentrum Chemnitz: www.georgius-agricola.de Paulus NiavisPaulus Niavis eigentlich: Paul Schneevogel (* um 1460 in Eger (Böhmen); † nach 1514), war ein deutscher Humanist, Pädagoge, Schriftsteller und Beamter. Geboren im böhmischen Eger (heute Cheb), verbrachte er seine Schulzeit (zumindest teilweise) in Plauen im Vogtland. Er studierte ab 1475 in Ingolstadt und ab 1479 in Leipzig, wo er 1481 den Magistergrad erwarb. Anschließend wurde er als Schulmeister nach Halle (Saale) und als Rektor nach Chemnitz berufen. Im Jahre 1490 wurde er Stadtschreiber in Zittau, 1497 übernahm er dieselbe Funktion in Bautzen. Dort wurde er 1514 zum letzten Mal in Dokumenten erwähnt. Ort und Datum seines Todes sind nicht bekannt. Als Pädagoge reformierte Niavis den Lateinunterricht an der Chemnitzer Lateinschule. Mit seinem um 1489 erstmals erschienenen Lehrwerk Dialogus parvulis scholaribus ad latinum idioma perutilissimus bekämpfte er das bis dahin übliche sture Auswendiglernen grammatischer Regeln und realitätsferner Texte, indem er Themen aus dem Schüleralltag, in Dialogform aufbereitet, zur Grundlage seines Unterrichts machte. Von besonderer Bedeutung ist das ca. 1495 erschienene Iudicium Iovis, das als erstes literarisches Werk über den Bergbau im Erzgebirge gilt. Neben den eigenen Schriften gab Niavis auch Texte von Platon, Lukian, Cicero und anderen Klassikern in lateinischer Sprache heraus. Die Drucke der wenigsten seiner Werke sind datiert, werden aber im allgemeinen in die 1480er Jahre gelegt. Quelle: http://de.wikipedia.org
Karl Stülpner ![]() Karl Stülpner, ist wohl die legendenumwobenste und zugleich umstrittenste Person des Erzgebirges. * 30. September 1762 in Scharfenstein; † 24. September 1841 in Scharfenstein war ein erzgebirgischer Volksheld. Vielen ist er vor allem als verwegener Jäger und Beschützer der Armen, als "sächsischer Robin Hood" bekannt. Jedoch ist nicht alles, was in Romanen und volkstümlichen Theaterstücken ihm zugeschrieben wird, tatsächlich belegt. Er wuchs unter den Ärmsten der Armen auf und verlor frühzeitig seinen Vater, so dass er sich an dessen Stelle um die Familie kümmern mußte. Eine große Hungersnot ging in dieser Zeit um. Schließlich mußte die Familie ihr Haus verkaufen. 1772 hielt er sich beim Förster Müller in Ehrenfriedersdorf auf und jagde anschließend in den Wäldern um Marienberg. 1778 trat er freiwillig in den Kriegsdienst ein. Danach kehrte er zu seiner Mutter zurück, verdiente sein Brot durch Gelegenheitsarbeit und begann zu wildern. 1780 verpflichtete sich Karl Stülpner in Chemnitz und wurde ein Jahr später zu den Grenadieren nach Zschopau versetzt. Da die Offiziere von seiner Begabung zu wildern wußten, konnte er hier mit dem Einverständnis seiner Vorgesetzten ungestört wildern. Nach einer Schlägerei mit einem Jägerburschen wurde er in Chemnitz inhaftiert, wo er jedoch bei einem Marsch fliehen konnte. Internetseite über Karl Stülpner: www.westerzgebirge.com Paul NeefePaul Neefe * 1507 in Chemnitz; † 17. Oktober 1566 ebenda war Tuchhändler und ehemaliger Bürgermeister der Stadt Chemnitz. Mit 16 Jahren erlernte er das Handwerk eines Tuchknappen. 1530 heiratete er Ursula, Tochter von Jobst Wildeck. Er war nun bereits Tuchmachermeister und Fernhändler. In den Jahren 1540 und 1542/48 war er Ratsherr, 1548 zusammen mit Agricola. Im Jahr 1553 war er unter Bürgermeister Agricola wie auch 1554 Ratsherr, bevor er 1556 Bürgermeister von Chemnitz wurde. Paul Neefe war Tuchhändler in 5. Generation. Vermögend wurde er durch den Handel seiner Tuche. Er lieferte unter anderem nach Plauen, Regensburg, Linz, Breslau und Zwickau. In der Zeit von 1541 bis 1564 handelte er 2.877 Ballen Stoff in Höhe von insgesamt 107.210 Gulden. 1559 versteuerte er 8000 fl. und war der reichste Bürger von Chemnitz. Nach seinem Tod übernahmen die beiden Söhne Paul und Zacharias das Geschäft. Aufgrund vielfältiger Verdienste seines Bruders Johann erhob Kaiser Ferdinand I. am 20. Mai 1559 auf dem Reichstag zu Augsburg Dr. med. Johann Neefe und seine Brüder Paul, Jacob und Caspar in den erblichen Adelsstand. An das Tuchmacher- und Patriziergeschlecht der Neefes, von denen mehrere Bürgermeister der Stadt Chemnitz abstammen, erinnert auch die Neefestraße in Chemnitz. Quelle: http://de.wikipedia.org
![]() Carl Gottlieb Haubold * 20. März 1783; Auerswalde; † 18. Mai 1856 in Rochlitz war ein deutscher Unternehmer. Er gilt als Vater des Chemnitzer Maschinenbaus. Der als Sohn einer Bauernfamilie geborene Haubold wuchs in Auerswalde in ärmlichen Verhältnissen auf. Im Alter von 14 Jahren begann er eine Ausbildung bei einem Chemnitzer Zimmermeister. Von 1807 an arbeitete er in den Maschinenspinnereien der Firmen "Gebrüder Bernhard" in Harthau und bei "Wöhler & Lange" in Furth. Die Spinnmaschinen bestanden zur damaligen Zeit noch weitgehend aus Holz. Haubold eignete sich in den Reparaturwerkstätten der Firmen das Wissen über die technische Funktionsweise von Spinnmaschinen an und stieg im Laufe dieser Anstellungen zum Zimmermeister auf. 1810 heiratete Haubold Christiane Dorothea König. Ein Jahr später richtete er selbst eine kleine Maschinenbauwerkstatt zur Produktion mechanischer Spinnmaschinen ein. Zu dem jungen Unternehmen gehörte auch eine kleine Spinnerei. 1815 begann Haubold zudem mit der Herstellung von Schlagmaschinen für Baumwolle. Carl Gottlieb Haubold gilt als Vater und Begründer des Chemnitzer Maschinenbaus. Ihm gelang es als erstem Chemnitzer Maschinenbauer, seine Produktionsstätte über die Stufe der Manufaktur zur Fabrik zu entwickeln. Sein Unternehmen war zudem für die Rekrutierung des unternehmerischen Nachwuchses bedeutsam. Mit Richard Hartmann, Johann Zimmermann und Konstantin Pfaff lernten einige der später bedeutendsten sächsischen Maschinenbauer ihr Handwerk bei Carl Gottlieb Haubold. Quelle: http://de.wikipedia.org
Richard Hartmann ![]() Richard Hartmann; * 8. November 1809 in Barr, Elsass; † 16. Dezember 1878 in Chemnitz war ein deutscher Maschinenfabrikant. Richard Hartmann war Sohn eines Weißgerbers. In seiner elsässischen Heimat erlernte er den Beruf des Zeugschmieds. 1828 begannen seine Wanderjahre, in denen er 1832 Chemnitz erreichte, angeblich nur mit 2 Talern in der Tasche. In Chemnitz begann Hartmann für verschiedene frühe Fabrikanten zu arbeiten. Einer seiner Arbeitgeber war Carl Gottlieb Haubold, der als Begründer des Chemnitzer Maschinenbaus gilt. In Haubolds Firma brachte es Hartmann vom Gesellen (Gehilfe) bis zum Akkordmeister. 1837 erwarb er das Bürgerrecht. Im gleichen Jahr verließ er die Hauboldsche Fabrik und kaufte zusammen mit seinem Berufskollegen Karl Illing ein Maschinenbaugeschäft in der Annaberger Straße am Fuße des Kaßbergs. Hier reparierten Hartmann und Illing zusammen mit drei Gesellen Baumwollspinnmaschinen. Das Geschäft florierte und nach kurzer Zeit wurde die Fabrikation ganzer Spinnmaschinen aufgenommen. Das Jahr 1848 war ein Meilenstein im Leben von Richard Hartmann und seinem Unternehmen. Zusammen mit Theodor Steinmetz gelang der Firma die Herstellung der ersten Dampflokomotive. Die sächsische Staatsregierung hatte den Schritt zum Lokomotivbau mit einem Kredit von 30.000 Talern unterstützt, um importunabhängig eine eigene Lokomotivproduktion zu entwickeln. 1870 erfolgte die Umwandlung des Unternehmens in die Sächsische Maschinenfabrik vormals Richard Hartmann AG. Zu dieser Zeit beschäftigte das Unternehmen bereits 2.700 Mitarbeiter. Hartmann übernahm den Vorsitz des Verwaltungsrates. Richard Hartmann wohnte in unmittelbarer Nähe zu seiner Fabrik in einer Villa an der Kaßbergstraße. Hier starb er am 16. Dezember 1878 an den Folgen eines Gehirnschlages. Seit 1880 ist die der Fabrik am nächsten liegende Straße nach ihm Hartmannstraße benannt. Ebenso tragen die im Jahr 2002 eröffnete Vierfeld-Sporthalle, die auf dem ehemaligen Firmengelände steht, und ein Chemnitzer Berufsschulzentrum seinen Namen. Von den ehemaligen Fabrikbauten sind nur noch wenige erhalten, darunter eine unter Denkmalschutz gestellte, nach Hartmann benannte Maschinenhalle sowie das heute als Polizeidirektion dienende Gebäude der Hauptverwaltung. Quelle: http://de.wikipedia.org
Fritz Heckert Friedrich (Fritz) Carl Heckert; * 28. März 1884 in Chemnitz; † 7. April 1936 in Moskau war ein deutscher Politiker (SPD, KPD). Er war 1923 kurzzeitig Wirtschaftsminister von Sachsen. 1902 trat er der Bauarbeitergewerkschaft und der SPD bei. Sein politischer Standpunkt veränderte sich aber stetig weiter nach links. In der Zeit des Ersten Weltkriegs war Heckert einer der Mitbegründer der Spartakusgruppe und der USPD. Aus der Spartakusgruppe ging 1918 der Spartakusbund hervor, in dem er, wie auch in der USPD, Mitglied war. 1918 wurde er Vorsitzender des Chemnitzer Arbeiter- und Soldatenrates. Darüber hinaus gehörte Fritz Heckert zu den Gründern der KPD. Auch war Heckert Redakteur in Berlin-Schöneberg. Von 1924 bis 1933 vertrat er die KPD als Abgeordneter im deutschen Reichstag. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde er am 25. August 1933 ausgebürgert. Er zog nach Moskau. In Moskau starb Heckert am 7. April 1936 an einem Schlaganfall. Seine Urne wurde an der Kremlmauer beigesetzt. In der DDR wurde Fritz Heckert zum Helden stilisiert und sein Name einer Vielzahl von Einrichtungen, Straßen, Schulen usw. verliehen. Sein Geburtshaus in der Mühlenstraße wurde in der DDR abgerissen und lageversetzt wieder originalgetreu aufgebaut. Heute ist es unter der Bezeichnung "Heck-Art-Haus" ein Teil der Chemnitzer Kunstszene. Quelle: http://de.wikipedia.org |
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